Foto: Deutsches Salzmuseum
Reframe – Eine Intervention
ab 6. Februar 2026
Leuphana-Studierende zu Gast im Salzmuseum
Sehen Sie das Deutsche Salzmuseum mit neuen Augen! Auf Einladung des Museums haben Studierende der Leuphana Universität die bestehende Dauerausstellung kritisch unter die Lupe genommen: Was wird im Museum gezeigt? Wie werden Dinge benannt? Und welche Themen fehlen? Lynn Rother, Professorin für Provenienzstudien an der Leuphana Universität, begleitete das Projekt wissenschaftlich. Die Gedanken der Studierenden sind ab dem 6. Februar in einer Intervention im Museum sichtbar.
Die Ausstellung wurde von den Studierenden der Leuphana Universität Lüneburg im Rahmen eines Seminars gemeinsam mit ihrer Dozentin Prof. Dr. Lynn Rother entwickelt. Unter dem Titel „Reframe“ hinterfragen sie kritisch die in die Jahre gekommene Dauerausstellung aus heutiger Perspektive. Wie ein Bild, das in einem neuen Rahmen plötzlich ganz anders wirkt, rahmen sie die Inhalte der Ausstellung neu. Sie heben fragwürdige Objekte oder Begriffe hervor, beziehen Stellung zu überholten Darstellungsweisen, machen auf Leerstellen aufmerksam und bringen bislang wenig behandelte Themen wie Senkung und Zwangsarbeit ein. Die Studierenden laden die Besucher*innen dazu ein, ihren Gedanken zu folgen und das Museum als einen Ort zu begreifen, an dem Geschichte nicht nur erzählt, sondern auch produziert wird.
Die Idee zu diesem Projekt entstand im Rahmen der Sonderausstellung „Das Salzmuseum der Zukunft. Mitmachen – Mitdenken – Mitreden“, die im Dezember 2025 endete. Die kritische Auseinandersetzung der Studierenden gibt wertvolle Anregungen für das Salzmuseum der Zukunft.
Die Eröffnung der Sonderausstellung findet am Freitag, 06.02.2026, um 18:00 Uhr statt. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Leihausstellung
Das Deutsche Salzmuseum bewahrt eine Sammlung von Alltagskultur der 1950er-Jahre. Über viele Jahre waren Teile der Sammlung in der Sonderausstellung „So schön war die Zeit!? Lüneburgs 1950er-Jahre“ zu sehen. Um diese Sammlung auch in Zukunft einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen, wurde die Leihausstellung „Nix wie raus! Die 50/60er machen mobil". Weitere Infos finden Sie hier.
Rückblick
Das Salzmuseum besteht seit über 35 Jahren. Eine Auswahl der vergangenen Sonderausstellungen rund um das Thema Salz und die Geschichte Lüneburgs:
Das Salzmuseum der Zukunft
15.05.2025 – 20.12.2025
Das Deutsche Salzmuseum wird in den kommenden Jahren umfassend saniert und neugestaltet. Die Sonderausstellung bot Einblicke in die Planungen und lud Besucher:innen ein, eigene Ideen und Gedanken in den Prozess einzubringen. Durch interaktive Stationen und kostenfreie Mit-Denk-Touren entstand ein besonderes Ausstellungserlebnis mit Raum für Gespräche und Diskussionen über das Salzmuseum der Zukunft.
35 Jahre Salzmuseum
03.09.2024 – 05.01.2025
Anlässlich des 35. Geburtstags waren Wegbegleiter:innen aus der Stadtgesellschaft eingeladen, ihren persönlichen Blick auf das Salzmuseum in Worte zu fassen.
Süße Pracht. Ein barockes Zuckerbankett
13.12.2022 – 30.12.2023
Zucker und Salz. Barock und Neuzeit. Handwerk und Industrie. Höfische Pracht und industrielle Arbeit. Der Zuckerbäcker Georg Maushagen arrangierte sein größtes Zuckerkunstwerk neu fürs Salzmuseum zu einer Ausstellung voller Kontraste.
So schön war die Zeit!? Lüneburgs 1950er-Jahre
05.05.2007 – 15.5.2020
Eine authentisch nachgestellte Wohnung und eine kleine Ladezeile versetzten die Besucher:innen zurück in die 50er-Jahre. Bis heute bewahrt das Deutsche Salzmuseum eine umfangreiche Sammlung von Alltagskultur der 1950er-Jahre.
Womit man Löcher bohrt.
14.12.2018 – 17.02.2019
Bohren ist eine der ältesten handwerklichen Tätigkeiten und spielte in der Geschichte der Saline bei der Herstellung der hölzernen Soleleitungen eine wichtige Rolle. Die Ausstellung zeigte Historische Bohrgeräte aus der Sammlung von Prof. Joachim Goerth.
Eingepackt. Aufgemacht. Reingeschaut. Lüneburg – das Salzhaus der Hanse
16.06.2012 – 31.12.2015
2012 fand in Lüneburg der 32. Internationale Hansetag statt. In 16 großen Überseecontainern im Außenbereich des Museums zeigte die Ausstellung die Bedeutung des Lüneburger Salzes in der Hanse.
Lüneburgs Kurschatten. Die Geschichte des Lüneburger Sol- und Moorbades
13.05.2006 bis zum 07.01.2007
Zum 100. Geburtstag des Lüneburger Kurpark nahm die Ausstellung die Geschichte des Lüneburger Kuranlagen und deren Verbindung zur Saline in den Blick.
verSALZen – verSENKT – fast beSTADTet
13.07.2000 – 31.07.2001
Die Ausstellung über die Entwicklung des Lüneburger Senkungsgebietes beleuchtete mit historischen Fotografien und Zeitungsartikeln die Schattenseiten der Solegewinnung.
Meer Salz mehr Macht. Konkurrenz für Lüneburg
04.07.1998 – 30.11.1998
Die europaweit erste Ausstellung zur Geschichte des Meersalzes: Die Verbreitung des Meersalzes im 17. und 18. Jahrhunderts bedeutete für die Niederlande den Aufstieg zur mächtigsten Handelsnation. Für die Lüneburger Saline hingegen war es der Anfang vom Ende.
Unter-/ Übertage. Salzmineralien aus aller Welt
15.04.1994 – 31.10.1994
Salz ist nicht gleich Salz. Die Ausstellung versammelte Salzmineralien aus aller Welt und zeigte, das Formen und Farben der Kristalle viel über den Ort verraten, an dem das Salz entstand.
Salz in Afrika
09.09.1989 – 31.03.1990
Zur Eröffnung des Museums beleuchtete die Ausstellung die Gewinnung von Salz in verschiedenen Teilen Afrikas und dessen Bedeutung für Wirtschaft und Kultur, ergänzt durch eindrucksvolle Fotografien von Georg Gerster mit Luftaufnahmen afrikanischer Salinen.







